Bericht über das Forum im Mai 2019

Mit offenen Karten spielen

Das Keller­amt

Sou­verän und sehr kom­pe­tent wirk­te am 14. Mai 2019 Herr Markus Leim­bach­er als Haup­tre­f­er­ent des Abends:

«Pack­en wir die Zukun­ft des Keller­amts zusam­men an!».

Aus sein­er grossen Erfahrung und mit vie­len wichti­gen Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen, erzählte er über mehrere Gemein­de­fu­sions-Pro­jek­te der let­zten zwei Jahrzehn­ten im Kan­ton Aar­gau. Von diesen wur­den 17 erfol­gre­ich abgeschlossen, 8 Zusam­men­schlüsse wur­den nach gründlichen Über­legun­gen abgelehnt, und 3 seien noch im Gange. Genaueres find­en Sie in seinen Folien.

Wie Doris Peier von der fwo bei der Ein­leitung betonte, ist bei uns im Keller­amt jedoch keine Rede von Fusio­nen, son­dern in erster Lin­ie von ein­er verbesserten Zusam­me­nar­beit zwis­chen den 7 Gemein­den: Arni, Islis­berg, Jonen, Ober­lunkhofen, Ober­wil, Rot­ten­schwil und Unter­lunkhofen. Vivi­enne Graw, Gemein­derätin in Ober­lunkhofen, erwäh­nte in ihrem Gruss­wort mehrere aktuelle Beispiele von erfol­gre­ichen Syn­ergien, z.B. bei der Steuerver­wal­tung, der Feuer­wehr, dem Spi­tex.

Nach seinem Vor­trag, mod­erierte Herr Leim­bach­er eine Fragerunde aus dem Pub­likum. Viele span­nende Anre­gun­gen wur­den geäussert, die in den näch­sten Monat­en bei den ver­schiede­nen Gemein­deräten zu bear­beit­en sind. Beispiele sind: das Lei­den­s­the­ma Abfal­l­entsorgung, eine nach­haltige regionale Energies­trate­gie, das Zusam­men­spiel zwis­chen den Schulen und der Kreiss­chule, umwelt­fre­undlichere Postau­to­busse, die Notwendigkeit weit­er­er Turn­hallen, die medi­zinis­che Grund­ver­sorgung, usw.

Beim anschliessenden Apéro wurde rege weit­er disku­tiert. Für die ca. 85 Anwe­senden aus allen Kellerämter Gemein­den war der vom fwo ini­ti­ierte Abend sich­er ein gross­er Erfolg.

Voten beim Forum im Mai 2019

Konkrete Voten aus dem Publikum

  • Spi­tex:
    Es wird gewün­scht, dass man einen Zusam­me­nar­beitsver­trag mit der Spi­tex Muri erstellt, welch­er das Ziel ein­er 7 x 24 h Spi­tex-Organ­i­sa­tion bein­hal­tet und die regionale Tätigkeit der Spi­tex Keller­amt beibehält. Bei fach­lichen Anforderun­gen oder Per­son­aleng­pässen würde die Spi­tex Keller­amt durch den Stützpunkt ver­stärkt.  
  • Erwartun­gen an die Behör­den:
    Das Fehlen der Behörde­v­ertreter am Podi­um wurde sehr stark bemän­gelt. Die Anwe­senden ver­standen nicht warum die Kellerämter Gemein­de­v­ertreter diese Möglichkeit nicht nutzen woll­ten.  
  • Entsorgung / Recy­cling:
    Die Anwe­senden wün­schen drin­gend eine enge Zusam­me­nar­beit im Bere­ich der Kehricht- und Wert­stoff ‑Entsorgung. Hier sollte es doch möglich sein, dass eine oder mehrere Gemein­den gemein­sam eine Entsorgungsstelle betreiben kön­nten. In der Gemeinde Jonen wurde am 13. Mai 2019 die Ein­rich­tung eines Entsorgungsplatzes (Stan­dort­frage) vom Stimm­bürg­er abgelehnt. Entsorgungsstellen gehören in eine Gewer­be­zone (lärm- und verkehrs­beläs­ti­gungsarme, gemein­same Öff­nungszeit­en und kostengün­stigere Lösun­gen sind die gewün­scht­en Ziele).
  • Volkss­chule:
    Angesichts Schwierigkeit­en bezüglich LP21, ICT, Reform­flut, knappe Zeiträume, Schulleit­er­pensen, Infra­struk­tur­pla­nung, Qual­ität­sprob­leme mit der Über­gang­sprozedere an die Ober­stufe, usw. wurde eine engere Zusam­me­nar­beit angestrebt, z.B. ein Schul­ver­band oder eine Fusion der Kreiss­chule mit den Pri­marschulen.
  • Postau­to:
    Es wurde bemän­gelt, dass während des Tages viel zu viele Dop­pel­busse leer fahren. GR Urs Bür­gi, gibt den Hin­weis, dass bei den Postau­tos die Effizienz sowie die gewählten Fahrzeug­typen, noch wesentlich verbessert wer­den kön­nten (z.B.: kleinere Busse am Abend, Hybrid Fahrzeuge, etc.).   
  • Kon­tak­tauf­nahme mit Vere­inen: (Turn­halle)
    GR Bar­bara Weber möchte die Kellerämter Sportvere­ine ein­beziehen, um die geforderten Turn­halle-Vari­anten zu erar­beit­en.. 
  • Fed­er­führung effiziente ökol­o­gis­che Energie:
    Das Votum für eine Fed­er­führung des GR Ober­lunkhofen im Bere­ich der effizien­ten, ökol­o­gis­chen Energie im Keller­amt wird erwartet. Die Anwen­dung soll bei allen Neubaut­en speziell in Ober­lunkhofen als Lead­ge­meinde mit den Energieliefer­an­ten vorgenom­men wer­den.
  • Turn­halle:
    Beim kün­fti­gen Turn­hal­len­bau soll das regionale Denken einen zen­tralen Platz ein­nehmen. Es soll sichergestellt wer­den, dass alle Schulen und Vere­ine der Kellerämter Gemein­den die notwendi­gen Train­ingsmöglichkeit­en erhal­ten und somit eine kostengün­stige Gesamtlö­sung gefun­den wer­den kann.
  • Post im Keller­amt:
    Alle Gemein­deräte der Kellerämter Gemein­den sollen sich erneut stark ein­set­zen um den Erhalt ein­er Post­stelle im Keller­amt zu sich­ern. Die Post­stelle in Ober­lunkhofen ist nur bis 2020 durch die Post zugesichert.   
  • Regionales Pflegezen­trum / Wohnen  im Alter:
    Es wird ein regionales Pflegezen­trum /Wohnen im Alter gewün­scht. Die Kellerämter Gemein­deräte sollen sich gemein­sam für einen Real­isierungsweg bemühen und kon­struk­tive Lösun­gen erar­beit­en. Beim Bau eines Dor­fzen­trums ist dies zwin­gend notwendig.
  • Gesund­heit­szen­trum:
    Die Kellerämter Gemein­deräte soll­ten sich eini­gen um ein gemein­sames Gesund­heit­szen­trum real­isieren zu kön­nen. Die Ärzte von Jonen und Ober­lunkhofen wür­den dies begrüssen. Die Gemein­den haben eine Pflicht, dies gemein­sam zu erar­beit­en. Hier ist ein gross­es  Bedürf­nis vorhan­den, das allen sehr wichtig erscheint. Das Ange­bot wird in Form von Schul- und Kom­ple­men­tärmedi­zin unter einem Dach erwartet.