Energie in der Gemeinde

Wie erneue­re ich und wie sanie­re ich mein Haus ener­ge­tisch ver­nünf­tig?“ Zu die­sem The­ma konn­te der fwo für das 6. Forum vom 15. Okto­ber 2015 zwei aus­ge­wie­se­ne Exper­ten als Refe­ren­ten gewin­nen.

Ener­gie­be­ra­ter Mar­kus Amrein erläu­ter­te die Ener­gie­zie­le und För­der­pro­gram­me des Kan­tons. Er skiz­zier­te aber auch die Ver­ant­wort­lich­kei­ten von Gemein­den, Pri­va­ten und Unter­neh­men. Ohne sie sei eine zukunfts­fä­hi­ge, auf ein­hei­mi­sche und erneu­er­ba­re gestütz­te Ener­gie­ver­sor­gung mit redu­zier­ter Aus­land­ab­hän­gig­keit nicht zu machen. Der Kan­ton bie­tet dazu Bera­tun­gen an, leis­tet För­der­bei­trä­ge für Ener­gie­ef­fi­zi­enz und erneu­er­ba­re Ener­gi­en. Anrei­ze für die Gemein­den (wie Bera­tung und Unter­stüt­zungs­pro­gram­me bei gemein­de­ei­ge­nen Gebäu­den und Gemein­de­en­er­gie­pla­nun­gen) gehen absicht­lich wei­ter als für Pri­va­te. Dies mit Blick auf die Vor­bild­funk­ti­on von Gemein­den (Link zu Ener­gie­be­ra­tung Aar­gau).

Wer­ner Setz schöpf­te aus sei­nen umfas­sen­den prak­ti­schen Erfah­run­gen mit Gebäu­de-Moder­ni­sie­run­gen und Ener­gie­sa­nie­run­gen. Er erzeug­te Aha-Erleb­nis­se mit einer Fül­le von prak­ti­schen Tipps und Bei­spie­len, auch mit den häu­figs­ten Feh­lern und Fehl­in­ves­ti­tio­nen, die man mit Vor-Den­ken ver­mei­den kann. Die kri­ti­schen Stel­len sei­en immer die unbe­ach­te­ten Rit­zen und Spal­ten, Über­gän­ge zwi­schen Wän­den, Dach, Fens­tern, Storen­käs­ten usw. Es kom­me auch oft vor, dass man bes­ser mit einer zusätz­li­chen PV-Anla­ge mit weni­ger Geld mehr Ener­gie pro­du­zie­ren kön­ne, als – zum Bei­spiel- mit einer teu­ren Sanie­rung eines Beton­bal­kons gespart wür­de. Bei neu­en Gebäu­den, sogar bei umfas­sen­den Erneue­run­gen, kön­nen heu­te soge­nann­te Plus­Ener­gie­häu­ser erreicht wer­den. Sie pro­du­zie­ren mehr als dop­pelt so viel Ener­gie wie sie selbst ver­brau­chen (Link zu Setz Archi­tek­tur).

Eine ener­ge­ti­sche Sanie­rung soll­te immer mit einer Erneue­rung des Gebäu­des ein­her­ge­hen, zum Bei­spiel mit Wert­erhal­tung, Erhö­hung des Wohn­kom­forts usw. Wirt­schaft­lich betrach­tet sei eine klug über­leg­te Etap­pen­pla­nung aus Grün­den der mög­li­chen Steu­er­ab­zü­ge min­des­tens so wich­tig wie die gespar­ten Ener­gie­kos­ten.

Die anschlies­sen­de Dis­kus­si­on war rege, enga­giert und span­nend, mit vie­len Fra­gen. Die Exper­ten ergänz­ten u.a:

Ver­schie­de­nes sei klar: 1. Ener­gie wer­de uns in den kom­men­den Jahr­zehn­ten inten­siv her­aus­for­dern; 2. bei neu­en Bat­te­rie­tech­no­lo­gi­en  für Elek­tri­zi­tät sei­en in den nächs­ten 10 Jah­ren Kos­ten­re­duk­tio­nen mit Fak­to­ren 2 bis 3  zu erwar­ten wie bei der Pho­to­vol­ta­ik in den letz­ten 15 Jah­ren. Dann wür­de die Elek­tri­zi­täts­ver­sor­gung grund­le­gend via Markt­kräf­te dezen­tra­li­siert und revo­lu­tio­niert, vie­le Gebäu­de wür­den den zeit­wei­sen PV Über­schuss­strom nicht mehr ins Netz spei­sen, son­dern sel­ber spei­chern.

Vor­trag Mar­kus Amrein, Ener­gie­be­ra­t­un­gAAR­GAU

 

 

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