Führungswechsel beim fwo

«Führungswechsel im überparteilichen Verein Frischer Wind Oberlunkhofen fwo»

An der Gen­er­alver­samm­lung vom 23. Feb­ru­ar 2022 wurde die zurück­tre­tende langjährige Präsi­dentin Yvonne Kauf­mann mit grossem Applaus und einem prächti­gen Blu­men­strauss von der neuen Präsi­dentin Doris Peier würdig ver­ab­schiedet. Yvonne Kauf­mann war seit der Grün­dung im März 2011 im Vor­stand, zuerst als Vizepräsi­dentin, die let­zten acht Jahre als Präsi­dentin. Mit viel Engage­ment und Pow­er hat sie sich für den fwo eingesetzt. 

Der fwo wurde als über­parteilich­er Vere­in gegrün­det, um die Dorf­poli­tik zu beleben und all jenen ein Gefäss zu geben, sich poli­tisch im Dorf zu engagieren, welche sich nicht in den tra­di­tionellen Dorf­parteien die Mitte, FDP und SVP behei­matet fühlen. «Ich glaube, dieses Ziel kon­nten wir erre­ichen. Seit 2014 ist der fwo mit Bar­bara Weber im Gemein­der­at vertreten. Das war ein gross­er Schritt. Der fwo hat sich etabliert und viele The­men im Dorf angestossen. So wurde zum Beispiel Tem­po 30 in gewis­sen Quartieren einge­führt, dies nach einem Über­weisungsantrag von fwo-Mit­gliedern. Auch auf Ini­tia­tive von fwo-Mit­gliedern mit­tels Über­weisungsantrag hat der Gemein­der­at das The­ma neue Turn­halle aktiviert. Der Pla­nungskred­it zur neuen Turn­halle wurde an der Win­terge­mein­de­v­er­samm­lung 2021 mit gross­er Mehrheit angenom­men. Mit grossem Engage­ment haben wir auch Ver­anstal­tun­gen organ­isiert zu aktuellen The­men mit hochkaräti­gen Ref­er­enten. So zum Beispiel im 2014 ein Forum zum The­ma «Bauen im Bau­recht», welch­es damals in Zusam­men­hang mit dem Land Ander­matt aktuell war. Das let­zte Forum «So geht das Keller­amt in die Zukun­ft!» im 2019 hat grosse Wellen gewor­fen. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass die Kellerämter Gemein­den ver­stärkt zusam­me­nar­beit­en müssen, um ihre Auf­gaben auch in Zukun­ft effizient erfüllen zu können.»

Andreas Noack ist auch aus dem Vor­stand aus­ge­treten. Er war zwei Jahre im Vor­stand. Wir bedauern, dass er schon nach kurz­er Zeit zurück­tritt. Er wird sich weit­er­hin in der Gemeinde engagieren (Mit­glied Kirchenpflege der reformierten Kirchenge­meinde). Neu stellte sich Elis­a­beth Paine als Vor­standsmit­glied zur Ver­fü­gung. Sie wurde mit viel Applaus gewählt.

Der Vor­stand set­zt sich neu fol­gen­der­massen zusam­men: Doris Peier (Präsi­dentin), Antoinette Führer (Finanzen), Bar­bara Weber (Beisitzerin) und Elis­a­beth Paine (Aktu­ar­in).

Die neue Präsi­dentin Doris Peier nen­nt zwei Anliegen, die ihr beson­ders am Herzen liegen. «Der Gemein­der­at hat das Pro­jekt Über­bau­ung Ander­matt-Are­al für fünf Jahre auf Eis gelegt. Eine sin­nvolle Zwis­chen­nutzung des Ander­matt-Are­als ist mir wichtig. Es wäre wün­schenswert, auf diesem Land für die näch­sten Jahre etwas Schönes zu schaf­fen, von dem alle Ein­wohner­in­nen und Ein­wohn­er etwas haben. Dazu würde sich der fwo ein­set­zten. Der zweite wichtige Punkt ist, den fwo bekan­nter zu machen und junge, aktive Mit­glieder zu find­en. Vielle­icht hil­ft ja die Debat­te um die neue Turn­halle, junge bzw. jün­gere Mit­glieder zu gewin­nen und zu zeigen, dass sich Engage­ment für eine Sache lohnt. 

Leidensgeschichte oder Chance?

Die von Her­rn Ander­matt im All­ge­mein­in­ter­esse der Gemeinde anver­traut­en 8000 Quadrat­meter Bauland an allerbester Zen­trum­slage wühlen seit bald 20 Jahren die Gemüter der Bevölkerung von Ober­lunkhofen auf. Und liegen weit­er brach.

Hier ein paar Zitate aus ver­schiede­nen Pub­lika­tio­nen: «… ein um das Ander­mattare­al und den Schul- und Sportan­la­gen entste­hen­der neuer Dor­fk­ern… ein klein­er Dorf­platz, der zum Ver­weilen ein­lädt und die pos­i­tive Ausstrahlungskraft des Zen­trums stärkt.» (Mas­ter­plan 2010). «Mit dem Gestal­tungs­plan Ander­mattare­al … sollen die Voraus­set­zun­gen für eine sorgfältige und nach­haltige Über­bau­ung und Gestal­tung der Freiräume geschaf­fen wer­den.» (BNO 2016). «… sich dafür ein­set­zen, dass das Ander­mattare­al endlich sin­nvoll über­baut wird und dass ein Langzeit­plan für nach­haltige Energiev­er­sorgung imple­men­tiert wird.» (Leser­brief 2017).

Nun: In den let­zten 20 Jahren hat sich die Welt verän­dert. Die Kli­maer­wär­mung und ihre schw­er­wiegen­den Fol­gen haben – beson­ders bei der jün­geren Gen­er­a­tion – das Bewusst­sein für die Energieef­fizienz und Nach­haltigkeit mas­siv erhöht: sin­nvoll heizen; weniger umweltver­schmutzend umher­fahren; Lebens­mit­tel möglichst biol­o­gisch und lokal kaufen; die Natur schätzen und bewahren; teilen, repari­eren und wiederver­w­erten, statt alles neu kaufen und Altes weg­w­er­fen; gemein­schaftlich­es Leben fördern. Die Covid-Pan­demie hat uns auch gelehrt, dass man Zeit sparen und Abgas ver­min­dern kann, indem die arbei­t­ende Bevölkerung nicht jeden Tag ins Büro fährt, son­dern von den Vorteilen der mod­er­nen Kom­mu­nika­tion­s­mit­tel prof­i­tiert und zu Hause im Home­of­fice arbeitet.

Was hat das mit dem vorge­se­henen Aus­bau des Ander­mattare­als zu tun? Die Gemeinde Ober­lunkhofen hätte hier die sel­tene Gele­gen­heit, eine Vor­re­it­er­rolle zu spie­len, indem sie zeit­gemäss und pro­gres­siv agiert. Wenn die Zukun­ft des Dor­fes gewährleis­tet wer­den soll, indem jün­gere Frauen und Män­ner im Dorf bleiben – oder sog­ar neu hier­hin ziehen – dann müssten diese neuen Leben­san­sätze berück­sichtigt werden.

Es braucht nicht zwei Park­plätze pro Woh­nung; Car-Shar­ing und ein umwelt­fre­undlich­er öffentlich­er Verkehr sind real­is­tis­che Alter­na­tiv­en. Geteilte Büros – soge­nan­nte Co-Work­ing-Spaces – bieten einen Kom­pro­miss zwis­chen dem täglichen In-die-Stadt-Pen­deln und der Über­be­las­tung der Fam­i­lien­woh­nung. Alters­gemis­chte Wohn­baut­en mit Gemein­schaft­sräu­men, Begeg­nung­sorten, Spielplätzen und Grün­flächen kön­nten die Leben­squal­ität aller fördern. Es muss nicht alles möglichst gewinnbrin­gend konzip­iert werden.

Die Frage ist: Will die Bevölkerung diese Ansätze auf dem Ander­mattare­al umge­set­zt sehen?

Flyer-Aktion gegen das Budget 2021

Alarmiert über den Vorschlag, den Steuer­fuss nochmals zu senken und dadurch Schulden zu machen, hat die fwo einen Fly­er «Nein zur Senkung des Steuer­fuss­es» ent­wor­fen und an alle Haushalte im Dorf verteilt.

Ver­schiedene Medi­en haben über dieser Aktion berichtet, z.B.:

Auf unseren Fly­er reagierten die anderen poli­tis­chen Dorf­parteien. Sie verteil­ten an alle Haushal­tun­gen auch einen Fly­er mit Gege­nar­gu­menten. Sog­ar der Gemein­der­at nahm Stel­lung zu unser­er Aktion.

Bei der brieflichen Stim­ma­b­gabe wurde dann das Bud­get mit ein­er Dreiviertelmehrheit genehmigt. Somit beträgt der Steuer­fuss neu 74 Prozent.

Bericht über das Forum im Mai 2019

Mit offenen Karten spielen 

Das Keller­amt

Sou­verän und sehr kom­pe­tent wirk­te am 14. Mai 2019 Herr Markus Leim­bach­er als Haup­tre­f­er­ent des Abends: 

«Pack­en wir die Zukun­ft des Keller­amts zusam­men an!».

Aus sein­er grossen Erfahrung und mit vie­len wichti­gen Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen, erzählte er über mehrere Gemein­de­fu­sions-Pro­jek­te der let­zten zwei Jahrzehn­ten im Kan­ton Aar­gau. Von diesen wur­den 17 erfol­gre­ich abgeschlossen, 8 Zusam­men­schlüsse wur­den nach gründlichen Über­legun­gen abgelehnt, und 3 seien noch im Gange. Genaueres find­en Sie in seinen Folien.

Wie Doris Peier von der fwo bei der Ein­leitung betonte, ist bei uns im Keller­amt jedoch keine Rede von Fusio­nen, son­dern in erster Lin­ie von ein­er verbesserten Zusam­me­nar­beit zwis­chen den 7 Gemein­den: Arni, Islis­berg, Jonen, Ober­lunkhofen, Ober­wil, Rot­ten­schwil und Unter­lunkhofen. Vivi­enne Graw, Gemein­derätin in Ober­lunkhofen, erwäh­nte in ihrem Gruss­wort mehrere aktuelle Beispiele von erfol­gre­ichen Syn­ergien, z.B. bei der Steuerver­wal­tung, der Feuer­wehr, dem Spitex.

Nach seinem Vor­trag, mod­erierte Herr Leim­bach­er eine Fragerunde aus dem Pub­likum. Viele span­nende Anre­gun­gen wur­den geäussert, die in den näch­sten Monat­en bei den ver­schiede­nen Gemein­deräten zu bear­beit­en sind. Beispiele sind: das Lei­den­s­the­ma Abfal­l­entsorgung, eine nach­haltige regionale Energies­trate­gie, das Zusam­men­spiel zwis­chen den Schulen und der Kreiss­chule, umwelt­fre­undlichere Postau­to­busse, die Notwendigkeit weit­er­er Turn­hallen, die medi­zinis­che Grund­ver­sorgung, usw.

Beim anschliessenden Apéro wurde rege weit­er disku­tiert. Für die ca. 85 Anwe­senden aus allen Kellerämter Gemein­den war der vom fwo ini­ti­ierte Abend sich­er ein gross­er Erfolg.

Voten beim Forum im Mai 2019

Konkrete Voten aus dem Publikum

  • Spi­tex:
    Es wird gewün­scht, dass man einen Zusam­me­nar­beitsver­trag mit der Spi­tex Muri erstellt, welch­er das Ziel ein­er 7 x 24 h Spi­tex-Organ­i­sa­tion bein­hal­tet und die regionale Tätigkeit der Spi­tex Keller­amt beibehält. Bei fach­lichen Anforderun­gen oder Per­son­aleng­pässen würde die Spi­tex Keller­amt durch den Stützpunkt verstärkt. 
  • Erwartun­gen an die Behör­den:
    Das Fehlen der Behörde­v­ertreter am Podi­um wurde sehr stark bemän­gelt. Die Anwe­senden ver­standen nicht warum die Kellerämter Gemein­de­v­ertreter diese Möglichkeit nicht nutzen wollten. 
  • Entsorgung / Recy­cling:
    Die Anwe­senden wün­schen drin­gend eine enge Zusam­me­nar­beit im Bere­ich der Kehricht- und Wert­stoff ‑Entsorgung. Hier sollte es doch möglich sein, dass eine oder mehrere Gemein­den gemein­sam eine Entsorgungsstelle betreiben kön­nten. In der Gemeinde Jonen wurde am 13. Mai 2019 die Ein­rich­tung eines Entsorgungsplatzes (Stan­dort­frage) vom Stimm­bürg­er abgelehnt. Entsorgungsstellen gehören in eine Gewer­be­zone (lärm- und verkehrs­beläs­ti­gungsarme, gemein­same Öff­nungszeit­en und kostengün­stigere Lösun­gen sind die gewün­scht­en Ziele).
  • Volkss­chule:
    Angesichts Schwierigkeit­en bezüglich LP21, ICT, Reform­flut, knappe Zeiträume, Schulleit­er­pensen, Infra­struk­tur­pla­nung, Qual­ität­sprob­leme mit der Über­gang­sprozedere an die Ober­stufe, usw. wurde eine engere Zusam­me­nar­beit angestrebt, z.B. ein Schul­ver­band oder eine Fusion der Kreiss­chule mit den Primarschulen.
  • Postau­to:
    Es wurde bemän­gelt, dass während des Tages viel zu viele Dop­pel­busse leer fahren. GR Urs Bür­gi, gibt den Hin­weis, dass bei den Postau­tos die Effizienz sowie die gewählten Fahrzeug­typen, noch wesentlich verbessert wer­den kön­nten (z.B.: kleinere Busse am Abend, Hybrid Fahrzeuge, etc.). 
  • Kon­tak­tauf­nahme mit Vere­inen: (Turn­halle)
    GR Bar­bara Weber möchte die Kellerämter Sportvere­ine ein­beziehen, um die geforderten Turn­halle-Vari­anten zu erarbeiten.. 
  • Fed­er­führung effiziente ökol­o­gis­che Energie:
    Das Votum für eine Fed­er­führung des GR Ober­lunkhofen im Bere­ich der effizien­ten, ökol­o­gis­chen Energie im Keller­amt wird erwartet. Die Anwen­dung soll bei allen Neubaut­en speziell in Ober­lunkhofen als Lead­ge­meinde mit den Energieliefer­an­ten vorgenom­men werden. 
  • Turn­halle:
    Beim kün­fti­gen Turn­hal­len­bau soll das regionale Denken einen zen­tralen Platz ein­nehmen. Es soll sichergestellt wer­den, dass alle Schulen und Vere­ine der Kellerämter Gemein­den die notwendi­gen Train­ingsmöglichkeit­en erhal­ten und somit eine kostengün­stige Gesamtlö­sung gefun­den wer­den kann. 
  • Post im Keller­amt:
    Alle Gemein­deräte der Kellerämter Gemein­den sollen sich erneut stark ein­set­zen um den Erhalt ein­er Post­stelle im Keller­amt zu sich­ern. Die Post­stelle in Ober­lunkhofen ist nur bis 2020 durch die Post zugesichert. 
  • Regionales Pflegezen­trum / Wohnen  im Alter:
    Es wird ein regionales Pflegezen­trum /Wohnen im Alter gewün­scht. Die Kellerämter Gemein­deräte sollen sich gemein­sam für einen Real­isierungsweg bemühen und kon­struk­tive Lösun­gen erar­beit­en. Beim Bau eines Dor­fzen­trums ist dies zwin­gend notwendig.
  • Gesund­heit­szen­trum:
    Die Kellerämter Gemein­deräte soll­ten sich eini­gen um ein gemein­sames Gesund­heit­szen­trum real­isieren zu kön­nen. Die Ärzte von Jonen und Ober­lunkhofen wür­den dies begrüssen. Die Gemein­den haben eine Pflicht, dies gemein­sam zu erar­beit­en. Hier ist ein gross­es  Bedürf­nis vorhan­den, das allen sehr wichtig erscheint. Das Ange­bot wird in Form von Schul- und Kom­ple­men­tärmedi­zin unter einem Dach erwartet. 

So geht das Kelleramt in die Zukunft

Das his­torische Keller­amt-Wap­pen

Der fwo macht sich Gedanken zur kün­fti­gen Entwick­lung der Gemeinde und des Keller­amts. Aus diesem Grund lädt der fwo alle Gemeinderäte/Innen der Kellerämterge­mein­den zu einem öffentlichen Podi­um ein. Eben­falls sind die ganze Bevölkerung und alle Parteien und Organ­i­sa­tio­nen des Keller­amts dazu geladen.

Eine Podi­um­sleitung führt durch den Abend und informiert, ver­mit­telt und beant­wortet die gestell­ten Fra­gen. Sie nimmt Hin­weise auf und gibt diese gezielt an die richti­gen Stellen zur Beant­wor­tung weiter.

In Zusam­me­nar­beit mit dem Gemein­der­at Ober­lunkhofen freuen wir uns, sie ein­laden zu kön­nen. Das Ziel ist es, gemein­sam mit allen Anwe­senden dieses Podi­um zu öff­nen und möglichst viele Ideen zu gewin­nen um eine gemein­same Kellerämter-Zukun­ft aktiv zu gestal­ten und zu planen.

Schw­er­punk­te sind dabei: Medi­z­inzen­trum, Post­stelle, Spi­tex­or­gan­i­sa­tion, Schul- u. Turn­hal­len­pro­jekt, Schw­er­punk­t­funk­tio­nen der einzel­nen Kellerämterge­mein­den, etc.

Mit der Teil­nahme am Podi­um vom Dien­stag, 14. Mai 2019 20:00 Uhr geben sie uns die Bestä­ti­gung, dass sie an ein­er kün­fti­gen gemein­samen Entwick­lung des Keller­amts inter­essiert sind. Der offizielle Teil der Ver­anstal­tung dauert bis ca. 21:30 Uhr.

Falls Sie Fra­gen haben sie sich bei: dorispeier@hotmail.com

Wir freuen uns über ihr Erscheinen sehr und danken ihnen her­zlich.
Doris Peier
frisch­er wind ober­lunkhofen (fwo)

Gemeinderat Oberlunkhofen: Glaubwürdigkeit mit Mutlosigkeit verspielt

Vor weniger als einem Monat pub­lizierte der Gemein­der­at Ober­lunkhofen im BBA – mit Foto des strahlen­den Gemein­deam­manns und des Gemein­de­schreibers – seine „Vision Ober­lunkhofen – das sind wir“ für die Zukun­ft der Gemeinde. Bra­vo! dacht­en viele. Darin ver­spricht der Gemein­der­at u.a. „Wir pfle­gen einen offe­nen und kon­struk­tiv­en Aus­tausch mit der Bevölkerung – das sind wir“.

Nun, nur wenige Wochen später fol­gt die Ernüchterung: Im amtlichen Anzeiger vom 14.2. teilt der Gemein­der­at mit: „Lei­der muss die für den 21.2. 2019 ange­sagte Infor­ma­tionsver­anstal­tung (zulet­zt im BBA von 12.2. erneut angekündigt!) über die Entwick­lung des Ander­mattare­als abge­sagt werden.

Wo bleibt da das Visionsver­sprechen des offe­nen und kon­struk­tiv­en Aus­tausches mit der Bevölkerung“?

So ver­spielt der Gemein­der­at lei­der seine Glaub­würdigkeit mit sein­er Mut­losigkeit. Er will offen­bar weit­er­hin die bish­erige, sehr restrik­tive Infor­ma­tion­sstil beibehal­ten und nur bere­its fest Beschlossenes mit­teilen. Offen­er und kon­struk­tiv­er Aus­tausch mit der Bevölkerung? Schade.

Samuel Mauch Oberlunkhofen

Gedanken bez. BNO-Mitwirkungsverfahren

Vom Gemein­der­at wur­den alle inter­essierte Per­so­n­en ein­ge­laden, Vorschläge zur BNO und zu den Entwür­fen einzure­ichen. Hier einige per­sön­liche Gedanken:

Dorfbild/Verdichtetes Bauen

Max­imieren des Ertrags darf nicht der Haupt­fak­tor bei einem Bau­vorhaben sein. Die Bauord­nung muss einge­hal­ten und raf­finierte Auswege wie ver­steck­te Hal­bgeschossen nicht toleriert wer­den. Attika­woh­nun­gen und der­gle­ichen sollen im Aus­nützungsz­if­fer mit ein­gerech­net wer­den (§22 BNO).
Es ist die Rede von ein­er ‘angemesse­nen Durch­grü­nung’ (§22 BNO). Bei eini­gen Über­bau­un­gen (Bre­ite, Chileweg, Grü­nau) ist dies kaum der Fall. Die Häuser sind zu nahe aneinan­der gebaut. Fir­lefanze wie die ‘Käfige für verseuchte Rat­ten’ im Grü­nau passen über­haupt nicht ins Dorf­bild und soll­ten nicht toleriert werden.
Auf der anderen Seite kön­nen Mehrfam­i­lien­häuser eine verdichtete Bauweise bieten ohne Verzicht auf eine ‘angemessene Durch­grü­nung’ (Bsp. Geis­sack­er 6–10).

Bezahlbares Wohnen für jüngere Leute

Für die Zukun­ft muss das Dorf auch für jün­gere, weniger gut betuchte Men­schen attrak­tiv bleiben. Dafür wären Rei­hen-EFH sin­nvoll, die sowieso beziehungs­fördernd und auch energies­parend sind. Diese müssen nicht hässlich sein (Bsp. Am Hei­den­weg).

Freundliche Bauweise

Im Pla­nungs­bericht ist die Rede von ein­er ‘Verbesserung der Ausstrahlungskraft’ der Häuser. Irgend­wie soll­ten nach­barschaftliche Beziehun­gen bzw. ein Quartierge­fühl gefördert wer­den, statt das jed­er sich hin­ter einem Hag versteckt.

Sicherheit auf den Strassen

Die Haup­tachse (Zuger­strasse und Zürcher­strasse bis Chileweg) muss sicher­er und fre­undlich­er wer­den; d.h. es braucht eine niedrige Geschwindigkeits­beschränkung und Fuss­gänger­streifen bei der Post, bei der Litzis­trasse, beim Chileweg und beim Kellerämter­hof, oder andere Mass­nah­men, um Fuss­gängern und Velo­fahrern Sicher­heit zu gewährleisten.

Vik­tor Steiner

Oberlunkhofen dreht seinen Bürgern den Saft ab

Um Kosten zu sparen schal­tet das Elek­triz­itätswerk in Ober­lunkhofen zwis­chen 18 und 20 Uhr ab einem bes­timmten Stromver­brauch der Gemeinde den Strom für Waschmaschi­nen und andere Geräte ab. Diese Mel­dung ver­bre­it­ete sich rasch in den Medi­en. Dabei zeigt sich, wie  Jour­nal­is­ten dies unter­schiedlich zu Papi­er brin­gen und sog­ar zu ein­er kleinen Sen­sa­tion machen kön­nen. „Ober­lunkhofen dreht seinen Bürg­ern den Saft ab“ weiterlesen